Nationale Qualitätssicherung angeborener Herzfehler

Die Nationale Qualitätssicherung angeborener Herzfehler ist eine fachgebietsübergreifende Qualitätssicherungsmaßnahme zur Erfassung interventioneller und operativer Eingriffe in der Behandlung angeborener Herzfehler aller Altersgruppen. Nachdem im Jahr 2003 die verpflichtende externe Qualitätssicherung nach SGB V für den Leistungsbereich Angeborene Herzfehler ausgesetzt wurde, entschlossen sich die Fachgesellschaften DGPK und DGTHG 2005 zur Gründung einer interdisziplinären Projektgruppe mit dem Ziel des Aufbaus einer fachgebietsübergreifenden Erfassung der invasiven Behandlung angeborener Herzfehler in Deutschland. In den folgenden Jahren erfolgte der Aufbau eines Web-basierten Datenmanagement-Konzeptes, welches sowohl die Abbildung ein- als auch mehrzeitiger Therapieregimes unter Kombination chirurgischer und interventioneller Eingriffe berücksichtigt und über eine Pseudonymisierung der Patientendaten (PID) auch longitudinale Patientenbetrachtungen ermöglicht. Der Datensatz der erhobenen Parameter wurde so konzipiert, dass er einen Vergleich der Ergebnisse auf internationaler Ebene z.B. mit der ECHSA Datenbank ermöglicht.

Das Projekt liegt in der gemeinsamen Verantwortung der Fachgesellschaften DGPK und DGTHG. Aufgefordert zur Teilnahme sind alle Herzzentren in Deutschland, die sich an der interventionellen und operativen Versorgung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern beteiligen. Die Finanzierung der Nationalen QS erfolgt durch die Fachgesellschaften DGPK und DGTHG und durch die teilnehmenden Zentren. Die Etablierung des Registers wurde zudem unterstützt durch die Deutsche Herzstiftung e.V.

Kooperationspartner des Projektes sind das Nationale Register für Angeborene Herzfehler e.V. und das BQS-Institut.

Die deutschlandweite Datenerfassung des Registers startete 2012. Die Eingabe der pseudonymisierten Patientendaten erfolgt nach Aufklärung und Zustimmung der Patienten bzw. der Erziehungsberechtigten. Die Daten der Nationalen QS werden jährlich ausgewertet und in einem Jahresbericht veröffentlicht. Den beteiligten Zentren werden zudem die eigenen Daten im Vergleich zum nationalen Kollektiv zurückgespiegelt.

In den ersten 10 Jahren wurden die Daten von 73.933 Prozeduren, 63.574 stationären Behandlungen und von 56.921 Patienten erfasst und ausgewertet.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitten folgendem Link: https://www.nationale-qs-ahf.de